Mo
12
Okt
2009
Wochenend-Segeltörn

Ein Wochenende auf einem Segelboot in der Nordsee. 3 Tage "Esprit". 3 Tage selber mal wieder Schüler sein. Kurz vor dem Törn werde ich nervös. Was gehört bloß alles in den Seesack? Wie funktioniert das wohl alles? Was ist wenn ich Seekrank werde? Die 1. Frage beantwortet eine Liste des Segelvereins. Na dann kann in diesem Punkt ja schonmal nix mehr schief gehen.
Mit Maren und Flo steige ich den Zug nach Bremerhaven. Die Spannung steigt. Keiner von uns 3en hat schon mal einen Segeltörn gemacht. Wir sind aufgeregt. Mit dem Bus gehts weiter zum Hafen, wo uns die "Esprit" schon erwartet. Freudig und vielleicht auch ein bischen ehrfürchtig steigen wir an Bord und lernen nach und nach die Crew kennen. Es wird sich beschnuppert und man tauscht sich aus, wer schonmal dabei war und wer nicht. Es gibt noch genau einen absoluten Frischling, wie wir.
Ohne Umschweife geht es los. Aufgaben werden verteilt und jeder packt mit an. Wir warten auf ablaufendes Wasser und dann gehts los: auf nach Helgoland.
Wir segeln in die Nacht hinein. Was für ein cooles Erlebnis! Doch ehe ich mich versehe werde ich sau müde und verschwinde unter Deck in meine winzige, aber irgenwie wahnsinnig gemütliche Koje. Dort angekommen dauert es nicht lange und ich muß wieder raus aus der Koje. Mein Magen ist mit dem Geschaukel des Schiffs nicht ganz einverstanden. Es schaukelt unerbittlich hin und her. Es stampft und rollt, so daß sich meine Befürchtung Seekrank zu werden leider bewahrheitet. Nun wünsche ich mir nichts mehr, als endlich anzukommen. Als wir dann endlich anlegen ,geht es mir besser und zu meiner Beruhigung war es wohl wirklich ein außergewöhnlich stürmischer Ritt. Da darf einem auch ma übel werden.
Den nächsten Tag verbringen wir damit, die Insel zu erkunden und ein wenig rumzuchillen. Zu viel Wind zum segeln. Diese Nacht ist ruhiger und alle schlafen wie die Murmeltiere.
Am nächsten Tag geht es früh zurück. Diesmal nicht so stürmisch und wir alle haben eine Menge Spaß. Jeder darf helfen und auch mal steuern. Wenn sich das Schiff so richtig schön auf die Backe legt, weiß ich, warum es sich gelohnt hat, meine Seekrankheit auszuhalten. Der Wind bläst mir um die Nase und ich fühle mich pudelwohl! Fast wie beim Kiten! ;)
Ich werde garantiert wieder kommen! Dann aber für länger, damit ich mehr schöne, nicht Seekranke Zeit an Bord erleben kann. Denn das lohnt sich ohne jede Frage!
crazy-anna.de
